Vom kochenden DJ zum Moderator und Journalisten

Quereinsteigen leicht gemacht

Interview mit Udo Schenk (18-06-2016)

2008 war ich bei einem Online-Radio als Hörer im dazugehörigen Hörerchat. Freunde hatten mir den Sender empfohlen, weil er genau meine persönlichen Vorlieben für Rock, Gothic und Synthiepop bediente.

Im Laufe des Abends kam die Sprache dann darauf, dass ich ja DJ in einem Hamburger Club bin. Was einen der bereits aktiven Moderatoren bewegt haben muss, mich für das Team anzuwerben. Zunächst unsicher, weil ich von einem Radio-Moderatoren ein bestimmtes Bild im Kopf hatte, wollte ich das Angebot erst einmal überdenken. Immerhin hatte ich bereits einen festen Arbeitsplatz als Koch, und legte nebenberuflich drei Wochenenden im Monat als DJ auf. Woher sollte also die Zeit kommen, bei einem so gut gefüllten Kalender noch eine ordentliche Recherche für eine 2-Stündige Sendung zu betreiben, die Musikauswahl vorzubereiten, und wie zum Henker sollte das überhaupt ohne ein richtiges Studio funktionieren?
Vor diesem Hintergrund hielt ich Rücksprache mit einem guten Freund, der damals schon als studierter Musikjournalist für mehrere Magazine schrieb, und mir auch in der DJ-Karriere bereits wertvolle Ratschläge geben konnte. DJ XL ermutigte mich, einfach mal zur Probe eine Sendung zu machen, und vor allem das Thema nicht allzu verreglementiert anzugehen – Musikjournalismus sei längst nicht so anspruchsvoll, wie lokal- oder gar weltpolitischer Journalismus.

Erstarkt durch diese Information vereinbarte ich eine Testsendung, exklusiv für ein Gremium des Senders. Dank meiner aufgeschlossenen Lebensart, und guter Fachkenntnis in Sachen Musik, absolvierte ich souverän diese Arbeitsprobe und wurde am 18.8.2008 Mitglied bei besagtem Sender. Leider stand die Führung dieser Online-Station unter einem schlechten Stern, und so musste der Betrieb 2010 eingestellt werden.

Allerdings ist die Online-Radio-Szene zu der Zeit noch gut vernetzt. Im Dezember 2009 eröffnete ein neuer Sender im Netz seine Streamports: Radio DarkFire. 2 der dort aktiven Moderatoren waren mir bereits aus meiner Zeit als Hörer bei einer der ersten Stationen für das Gothic-Genre bekannt, weswegen ich öfter mal dort zu Gast war, wenn ich gerade mal Luft hatte. In den vielen Gesprächen wurde alsbald ersichtlich, dass ich bei diesem Team besser aufgehoben bin. Mehr kreative Entfaltungsmöglichkeiten, zukunftsorientiertere Führungsebene, Mitbestimmungsrechte in Bezug auf Bandsupport und andere wichtige Entscheidungen den Sender betreffend…

Also wechselte ich im Januar 2010 zu Radio DarkFire. Vorerst als einfacher Moderator für eine Sendung pro Woche. Im Laufe der Zeit konnte ich meine Kenntnisse in Sachen Webdesign, Musikwelt und auch in der Organisation von Arbeitsabläufen mehr und mehr einbringen. Der Hauptverantwortliche der Station erfuhr große Entlastung durch meine Hilfe. Das brachte mich bereits Mitte 2011 in die Riege der Sendeleitung. Erste Interviewanfragen kamen rein, und so wuchsen wir immer mehr in die virtuelle Musik-Welt hinein. Darum beantragte ich infolge dessen die Mitgliedschaft im Deutschen Verband der Pressejournalisten (DVPJ). Im Dezember 2013 wurde ich aufgenommen, und bin seitdem international anerkannter Journalist im Nebenberuf.

2014 war dann ein Punkt erreicht, an dem Nox Lupus seinen “Vorsitz” bei Radio DarkFire abzugeben gedachte. Nach einer sehr hitzigen Diskussion, mit vielen hochgekochten Emotionen wurde dann abgestimmt, dass die Nachfolge in der Hauptverantwortung für den Sender an meine Person abgegeben wird. Seit Dezember 2014 leite ich nun die Geschicke von

 

Doch die Story endet hier noch immer nicht… 

Erinnerungen in bildlicher Form